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10.06.2015, 19:30 Uhr | Mit freundlicher Genehmigung der NWZ, Markus Minten
Gute Bildung für unsere Kinder!

IGS: Eltern haben die Auswahl

Fragebögen für 859 Kinder – Drei Antwortmöglichkeiten

Auf Antrag des Gemeindeelternrates wurde der Fragebogen noch einmal ergänzt. Die bestehenden Schulen sind dort jetzt explizit genannt.
Bad Zwischenahn Auf den Weg gebracht hat der Schulausschuss am Dienstagabend die Elternbefragung zur möglichen Einführung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) in der Gemeinde zum Schuljahr 2016/17. Direkt im Anschluss sprach sich auch der nicht öffentlich tagende Verwaltungsausschuss dafür aus, den Elternwillen durch eine Befragung zu ermitteln (siehe Info-Kasten).

Nach teilweise kontroverser Diskussion über den Sinn einer Veränderung des Schulsystems in Bad Zwischenahn erfolgte das Votum schließlich einstimmig. Ein Kreuz können die Eltern bei einer von drei Alternativen machen:

 Integrierte Gesamtschule
Hauptschule o. Realschule
Gymnasium

Auf die Ergänzung der bestehenden Schulformen hatte der Gemeindeelternrat gedrungen. Der Verwaltungsvorschlag hatte zunächst nur die Unterscheidung in „IGS“ und „andere Schule“ vorgesehen. Fragebögen für 859 Kinder werden verteilt. Die Beantwortung der Frage sei noch keine rechtsverbindliche Anmeldung, betonte Fachbereichsleiter Wilfried Fischer.

Er hatte dem Ausschuss und den rund 40 Besuchern zuvor noch einmal den Grund für eine Elternbefragung skizziert: Für die Beantragung einer IGS müsse das Elterninteresse dokumentiert werden. Rechnerisch müsse die Gemeinde auf Grundlage der Geburtenzahlen eine Vierzügigkeit (96 Anmeldungen pro Jahr) bis 2024/25 nachweisen.

Durch die Umwandlung von Hauptschule und Realschule in eine IGS soll auch die Abwanderung von Schülern an Oberschulen in umliegenden Gemeinden gestoppt werden. Diese sei nach dem neuen Schulgesetz nicht mehr möglich, wenn die IGS wie die Oberschulen in Edewecht und Wiefelstede als Ganztagsschule geführt werde, betonte Bürgermeister Dr. Arno Schilling. Die Wahl einer Schule außerhalb der Gemeinde sei nicht mehr durch die Wahl der Schulform zu begründen, erläuterte Fischer, sondern nur noch durch die unterschiedliche Betreuungsformen (Halbtags- oder Ganztagsschule).

Während Vertreter von SPD und Grüne sich vehement für eine IGS aussprachen, betonten Maria Bruns (CDU), dass es derzeit nur um die Elternbefragung gehe, noch nicht um die konkrete Einführung einer IGS. „Die wird dann gegebenenfalls im nächsten Schulausschuss diskutiert.“ Jetzt gehe es schlicht um die Frage: „Wollen die Eltern eine neue Schulform oder wollen sie das, was in Bad Zwischenahn da ist?“ Beate Lüttmann (CDU) äußerte ihre Sorgen, dass zu wenig Gymnasialschüler angemeldet werden könnten. „Dann ändert sich nichts, nur der Name.“

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