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20.01.2020, 14:08 Uhr | Mit freundlicher Genehmigung NWZOnline, Ingo Schmidt
Neujahrsempfang Der Cdu Im Ammerland
Mit Mut und Anstand gegen Wutbürger
Es war ein euphorischer, aber auch ein nachdenklicher Neujahrsempfang der Ammerland-CDU.
Neujahrsempfang (v.l.): Stefan Pfeiffer (stv. Bürgermeister Zwischenahn, Maria Bruns (stv. Landrätin), Referent Lars Reckermann, Frauke Tammen (Zwischenahner CDU-Vorsitzende), MdB Stephan Albani, Dr. Frank Martin (CDU-Fraktionsvorsitzender) und Landrat Jö
Bad Zwischenahn - Die Arbeitslosenquote auf einem Rekord-Tiefstwert, die Wirtschaft brummt, die Steuergelder sprudeln – es sind gute Zeiten für die Menschen im Ammerland. Das betonten auch die Redner beim Neujahrsempfang der Ammerland-CDU in der Ahrenshof-Scheune. Und dennoch:

„In Zeiten, in denen Polizisten, Feuerwehrleute, Journalisten und Politiker von Wutbürgern bedroht werden, brauchen wir Mut und Anstand“, sagte Frauke Tammen, Zwischenahner CDU-Vorsitzende, in ihrer Begrüßung. „Wir leben in einer privilegierten Gegend und tragen alle Verantwortung dafür, dass das auch so bleibt.“ Ohne das Ehrenamt, so Tammen weiter, sähe es in der Gesellschaft wohl sehr viel schlechter aus.

CDU-Bundestagsabgeordneter Stephan Albani thematisierte in seiner Ansprache die Bauernproteste und räumte mit einem Missverständnis auf: „Die Landwirte glauben, dass sie für alles verantwortlich gemacht werden, aber das stimmt nicht.“ Vielmehr sei es so, dass Stadt und Land immer mehr zu Gegenpolen würden. „Stadt und Land müssen gemeinsam die Probleme lösen“, so Albani. Man müsse diese nicht immer nur bei den anderen suchen.

Angesichts von inzwischen 44 000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen im Ammerland und einer Arbeitslosenquote von 3,6 Prozent sagte Landrat Jörg Bensberg: „Hohe Steuereinnahmen ermöglichen auch gute Beschlüsse in der Politik.“ Als Beispiel nannte er: „Wir haben 3,5 Millionen ins Bildungs- und Teilhabegesetz gesteckt – haben mit 1,1 Prozent die niedersachsenweit geringste Quote von Schulabgängern ohne Abschluss und nur 1,6 Prozent der Jugendlichen unter 20 haben keine Ausbildungsstelle.“ Er betonte: „Das alles hängt irgendwie zusammen.“ Trotzdem: Überall auf der Welt beneide man Deutschland für seinen Wohlstand, während die Deutschen viel zu häufig Weltuntergangsszenarien herbeiriefen. „Wir sollten glücklich sein bei all den Herausforderungen“, appellierte er.

Im Anschluss lenkte Referent und ehemaliger NWZ-Chefredakteur Lars Reckermann mit einem humorvollen Vortrag das Augenmerk auf die Medienlandschaft und zeigte beispielsweise, wie schwierig es heutzutage ist, Fake News zu erkennen.

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