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10.04.2019, 21:43 Uhr | Mit freundlicher Genehmigung nwzonline, Christian Quapp
Bundeswehrkrankenhaus
Arbeiten in Rostrup bis September
Das Gelände des Bundeswehrkrankenhauses ist nach wie vor voller Berge aus Erde und Schutt. Die CDU rechnet damit, dass im Herbst über die Bebauung beraten wird.
Die Mitglieder der CDU-Fraktion Bad Zwischenahn mit (vorne von links) den Investorenvertretern von Palais am Meer Herrn Schmidt und Herrn Thiele von Palais am Meer, Stefan Pfeiffer. Bild: Dieter Helms

Rostrup Über den Fortgang der Abräum- und Entmunitionierungsarbeiten auf dem früheren Bundeswehrgelände hat sich die Bad Zwischenahner CDU-Fraktion jetzt informiert. Die geschäftsführenden Gesellschafter der Investorengesellschaft Palais am Meer, John Thiele und Architekt Axel Arthur Schmidt, führten die CDU-Ratsleute gemeinsam mit Ulrich Schleiffer, Projektleiter des Entsorgungsunternehmens Mull & Partner, über das Gelände.

Die Trennung der verschiedenen Materialien auf unterschiedlichen „Haufenwerken“ wurde ebenso erläutert wie die verschiedenen Bereiche des Geländes. Etwa 15 Weltkriegs-Blindgänger seien gefunden worden – nach Auskunft der Entsorgungsfirma wenig im Verhältnis zu den vielen Bombenabwürfen über dem Flugplatzgelände. Vermutlich hätten die Engländer nach Kriegsende und vor Bau des Krankenhauses bereits umfangreiche Entsorgungen vorgenommen. Gleichwohl gab es auch einige Überraschungen auf dem Gelände, zum Beispiel eine unbekannte Straßenführung in Verlängerung des Bachstelzenweges in Richtung der Wohnbebauung oder einfach überschüttete, zuvor abgebrochene Bauwerke.

John Thiele rechne damit, dass bis September 2019 die Arbeiten auf dem Gelände nahezu oder vollständig abgeschlossen sein können. Alle Beteiligten hätten sich eine zügigere Beendigung der Arbeiten gewünscht, berichtet der neue CDU-Fraktionsvorsitzende Frank Martin aus dem Gespräch. Der Aufwand bei Erdbewegungen und Abräumarbeiten sei aber deutlich größer gewesen als erwartet.

Verzögerungen hatte es viele gegeben: Schon 2012 hatte die Bremer Gesellschaft Palais am Meer das Gelände in Rostrup gekauft, gefolgt von viel politischem und juristischem Streit. Seit 2016 gibt es einen grundlegenden Konsens über eine Mischung aus Hotel, Ferienhäusern und Wohnbebauung. In spätestens zwei Jahren, also 2018 solle gebaut werden, hieß es damals aus der Gemeindeverwaltung. Von Bau kann derzeit aber noch keine Rede sein. Stattdessen stieg im August 2018 mit dem Unternehmen „The Grounds“ ein neuer Investor ein. Meldungen, das Unternehmen wolle mehr Fläche bebauen als ursprünglich vereinbart, sorgten für neuen Wirbel, wurden dann aber dementiert. Derzeit warten Politik und Verwaltung auf die neuen Planungsunterlagen.

Die CDU zeigt sich trotzdem nicht unzufrieden: „Wir haben einen guten Eindruck von den Abräum- und Entmunitionierungsarbeiten erhalten. Das lange Warten hat sich gelohnt, wir bekommen am Ende ein sauber entsorgtes Gelände, auf dem neues Leben entstehen kann“, sagt Martin. Die Fraktion sei zuversichtlich, dass die politischen Beratungen zur Bauleitplanung auf dem Gelände im letzten Quartal 2019 starten können. Bis dahin solle es möglichst auch Klarheit über einen Betreiber und Investor für die Hotelanlage geben. Dieser müsse in die detaillierten Planungen eingebunden werden.

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